Über das Bleiben
Ein kleines Gedicht über einen Sessel, eine große Vision und einen Fleck Licht.
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Der Sessel steht im Raum.
Er hat keine Vision.
Er möchte auch nicht wachsen.
Das Licht fällt auf seine Lehne,
als hätte es nichts Besseres zu tun.
Vielleicht hat es recht.
Ein Mann setzt sich.
Er trägt einen Anzug,
der mehr verspricht als sein Kalender.
Lange sagt er nichts.
Dann sagt er:
Das müsste man größer denken.
Der Sessel bleibt, wie er ist.
Draußen wird gerade die Zukunft erfunden.
Hier drinnen wandert ein heller Fleck
von der Armlehne auf den Boden.
Niemand hat ihn beauftragt.
Niemand misst seine Wirkung.
Für einen Augenblick
ist alles an seinem Platz.
Sogar das, was fehlt.
